DC Rebirth Special

© DC Rebirth


Ich sehe mir die Welt an und weiß: Ich liebe sie. Doch irgendwas fehlt ihr.“

Mit dieser Caption Box, die als Startschuss für eine emotionale Achterbahnfahrt dient, wird man als Leser, Leserin förmlich in den Strudel des DC Rebirth Specials hineingezogen. Das Heft, welches von niemand geringerem als Star Autor Geoff Johns geschrieben wurde, läutet somit eine neue Ära ein, die sowohl Alt- als auch Neulesern einiges zu bieten hat.

Wenn im Multiversum größere Veränderungen anstehen, ist Flash oftmals die treibende Kraft dahinter. So verwundert es auch nicht, die Geschehnisse durch die Augen des roten Blitzes erleben zu dürfen. Anders als beim letzten großen Umbruch des DC Universums, als Barry Allen, aka the Flash, mit dem Flashpoint spektakulär die New 52 einleitete, erleben wir hier die Rückkehr des als verschollen geltenden Flashs Wally West. Gefangen in der Speedforce, versucht er verzweifelt, wieder Zugang zu seiner Welt zu erhalten. Über Umwege, die sich wie ein emotionaler Road Trip durchs gesamte DC Universum gestalten, gelangt Wally schlussendlich zu Barry und setzt alles auf eine Karte; er muss ihn irgendwie erreichen.

Doch Wally ist nicht der einzige, der die Geschehnisse von außerhalb beobachtet …

Was Geoff Johns in einer gewohnt hochwertigen Schreibe auf die Seiten zaubert, erinnert stark an einen Lobgesang auf die Tugenden, die DC als Verlag groß gemacht haben. Geschichte wird hier nicht nur erzählt, vielmehr wird sie mit Hilfe einer Reihe erstklassiger Zeichner wie Ivan Reis und Gary Frank lebendig. Rebirth etabliert sich als eine Reise durch ein lang vergessenes Vermächtnis und nimmt sich die Zeit, einzelne Helden Mensch sein zu lassen. Vollgepumpt mit subtil platzierten, intertextuellen Verweisen präsentiert Rebirth seine Charaktere von ihrer sensibelsten als auch verwundbarsten Seite. Die Liebe zum Detail gepaart mit einem geradlinigen Erzählstrang lassen die Geschichte zu einem Meilenstein werden, der sowohl alteingesessenen Fanboys als auch Neueinsteigern eine Menge zu bieten hat. Ein (bewusst) provokant gesetzter Kniff am Ende setzt dem ganzen die Krone auf und macht Lust auf mehr.

Der liebevoll gestaltete redaktionelle Teil von Panini am Ende des Hefts, der etwaige Unklarheiten beseitigt, rundet die Sache ab und deklariert das DC Rebirth Special als unumgänglichen Pflichtkauf.

Wer allerdings nahe am Wasser gebaut ist, möge während der Lektüre Taschentücher bereitlegen.

BEWERTUNG: 4 1/2 von 5 Sternen

 

Euer Stefan

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